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Gibt es eine Alternative zum Herbstseminar des Verbandes für Fassadentechnik (VFT), wenn es um die Technik der Fassade geht? Seit nunmehr 20 Jahren präsentierte sich die ‚Institution‘ unter den Veranstaltungen frisch, gut besucht und nah dran am Ereignishorizont der Branche

Hugo Philipp und seine Vorstandskollegen haben sich beim Konzept für das Seminar wieder den Schwarzbrotthemen des Planer Alltags zugewendet. „Fassadentechnik in der Praxis“ war konsequenterweise Titel und Programm der zwanzigsten Veranstaltung. Bei dieser Praxisorientierung soll es auch 2014 bleiben: Eine Entwicklung, die in der Branche durch steigende Teilnehmerzahlen honoriert wird.

HOAI und BIM

Das ging auch gleich gut los. Das Reizthema „Honorar für Fassadentechnik“ hatte sich der „Hausanwalt“ des VFT, Dr. Rainer Koch aus Wiesbaden vorgenommen. Anlass für seinen Vortrag war natürlich die novellierte HOAI, die zum 17. Juli 2013 in Kraft getreten ist. Glücklich, wer ohne Hilfe eines Rechtsanwaltes in dem Dickicht aus HOAI, dem vom UBF vorgelegten AHO Heft Nr. 28 und dem einschlä- gigen Paragraphen 632 des Bürgerlichen Gesetzbuches sein Honorar bekommt. Wichtig, so eine der Schlussfolgerungen des Referenten, ist die kurze, schriftliche Vereinbarung zu den Leistungsinhalten und zur Honorargrundlage. Lars Anders, Geschäftsführer beim VFT-Mitglied Priedemann Fassadenberatung, Berlin hielt im Anschluss die technische Keynote-Speech. Sein Thema „Parametrische Planung an Projektbeispielen“ machte unter anderem vier Dinge deutlich. Es zeigte, wie vielfältig die Anforderungen an die Fassadenplanung je nach Projekt und Vereinbarung mit dem Auftraggeber sein können. Sein Vortrag zeigte darüber hinaus, dass es für diese Segmente der Gebäudeplanung keine durchgängige Softwarelösung gibt und folglich viel Zeit und Kosten für den Datentransfer von einem Programm zum anderen und zu Planungsund Ausführungsschnittstellen einzuplanen sind. Der Vortrag zeigte darüber hinaus, wie international das Büro Priedemann inzwischen aufgestellt ist und dass es der internationalen, meist angelsächsischen Konkurrenz auf Augenhöhe begegnet.

Auch das Thema Building Information Modeling (BIM), zu Deutsch also Gebäudedatenmodellierung, streifte Lars Anders. Wünschenswert wäre es wohl schon, das für die komplette Planung und komplette Ausführung digital zugängliche Gebäudemodell. Aber auch dem auf vielen Baustellen beheimatete Referenten ist eine BIM-basierte Planung noch nicht untergekommen.

Dr.-Ing. Pieter Janßen referierte spannend und kompetent, aber vermutlich leider zum letzten Mal zum Thema „Konstruktive Anschlüsse im Fassadenbau“. Bemerkenswert auch der Vortrag „Das Element Glas und die Bauphysik“ von Prof. Dr. Franz Feldmeier, der die Neuerungen den EnEV 2013 für diesen Bereich vorstellte. Auch die Vorträge von Hans-H. Zimmermann, Sachverständiger und Vorstand im zweiten Fassadenplaner-Verband UBF bilden inzwischen einen Schwerpunkt im Herbstseminar. Das Thema „Umgang mit Bauschäden im Metallbau aus der Sicht eines Sachverständigen“ sorgte kurz vor Ende der Veranstaltung für ein vollbesetztes Plenum. Gut dass das VFT-Herbstseminar auf diese Weise dazu beiträgt, die Kräfte der Branche zu bündeln. Neben den weiteren Themen und Vorträgen trägt auch die gemeinsame Abendveranstaltung zum WohlfühlfaktorVFT bei. Zum Zwanzigsten spendierte der Verband spontan die Getränke zum Abendessen – eine freundschaftliche und gastfreundliche Geste an die Berufskollegen, die bei vergleichbaren Veranstaltungen nicht vorkommt. Und zur Eingangsfrage dieses Artikels: Nein, aber man kann noch Kür einschieben.

Martin Jung

Quelle: fassadebtechnik 06 / 2013

Seminarbericht 2013


Teilnehmer des VFT Herbstseminars schätzen die konzentrierte Infromationsvermittlung durch die Referenten.

Pünktlich vor den Sommerferien liegt das Konzept für das VFT Herbstseminar vor. "Fassadentechnik in der Praxis: Recht - Sicherheitstechnik - Wärmedämmverbundsysteme", so lautet der offizielle Titel der erfolgreichen Veranstaltung, die seit über 20 Jahren die Branche zusammenführt.

Neu in diesem Jahr ist die Verlegung des Veranstaltungsortes von Kassel nach Wiesbaden. Dort im Ramada Hotel Micador findet am 19. und 20. November 2015 das Seminar inklusive Abendveranstaltung und fachbgegleitender Ausstellung statt.

Gerade mit der Sicherheitstechnik besetzt der VFT pünktlich zur Förderung einbruchshemmender Maßnahmen durch den Bund das Thema Einbruchschutz. Gerade die Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden garantiert Praxisbezug.

Dankenswert auch, das Thema Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) aufzugreifen. Die Einschätzung, dass es sich auch bei dieser Konstruktionsart um eine ingenieursmäßig zu planende Fassade handelt, wird durch Sachverständigenberichte und den Themenkomplex "Schnittstellen zu angrenzenden Fassaden" untermauert.

Die Mischung aus Fachinformation und Netzwerken, die Verbindung von Forschung und Industrie, die Einbindung des Branchen- Nachwuchses gepaart mit der herzlichen, kollegialen Atmosphäre an beiden Seminartagen verbindet das VFT-Seminar zu einem Mix, der die Planerkollegen anspricht.

Quelle: fassadentechnik 4 / 2015

Seminarankündigung VFT-Seminar 2015


VFT Herbstseminar 19. - 20. November 2015 in Wiesbaden - Niedernhausen

Attraktiv am neuen Standort Wiesbaden

Der Standortwechsel von Kassel nach Wiesbaden hat dem Erfolg des VFT-Seminars keinen Abbruch getan – im Gegenteil. Über 230 Teilnehmer konnte der Verband verbuchen. Und auch in der so wichtigen Nachwuchs-Arbeit belegen zirka 45 Studenten die neue Attraktivität von Seminar und Verband. Der Fokus auf die Aus- und Weiterbildung hat beim VFT bereits Tradition.

Einbruchschutz, Sicherheit und Wärmedämmverbundsysteme – das waren die Themenfelder, die in diesem Jahr für die Branche aufbereitet wurden. Das für selbständige Planer so wichtige Thema Recht ist ohnehin seit Bestehen des Seminars ein fester Bestandteil der Vortrags-Agenda.

Mit Einbruchschutz und Sicherheitstechnik auf Höhe der Ereignisse
Die Mannschaft um Hugo Philipp hatte mit dieser Auswahl ganz offensichtlich das Interesse ihrer Kollegen richtig eingeschätzt. Einbruchschutz ist zuvörderst ein Problem der Gebäudehülle und seit dem immensen Anstieg der Fälle und dem Vorgehen straff organisierter Banden weit vorne im öffentlichen Bewusstsein verankert. Zudem hat der Haushaltsausschuss des Bundestags im Mai dieses Jahres die Freigabe zusätzlicher Gelder für die Einbruchsprävention in Deutschland beschlossen. Genau die richtige Zeit also, dieses Thema auch in fachtechnischer Hinsicht für die Gebäudehülle zu erschließen.

Die beiden Kriminalräte Harald Schmidt und Sascha Scheller konnten hier über Tätervorgehen, Empfehlungen der Polizei und die Besonderheiten von Gewerbebauten kompetent referieren.

Die Überleitung zum Thema Sicherheitstechnik leistete der Vortrag des Beschussamtes Ulm. Bei bestimmten Bauvorhaben ist die Durchwurf-, Durchbruch- und Durchschusshemmung ein wichtiges Merkmal für Verglasungen und andere Fassadenmaterialien. Referent Peter Haeusler konnte hier über die Prüfkriterien von Konstruktionen fachkundige Auskunft geben.

Pionierarbeit für die Branche
Hugo Philipp, 1. Vorsitzender des VFT, leistete auch mit seinem zweiten wichtigen Thema Pionierarbeit für die Branche: Wärmedämmverbundsysteme sind fachtechnisch zu planen, denn die Baupraxis belegt Schäden mit und um das System WDVS.
Zudem gilt: Die brandschutztechnischen, energetischen und wirtschaftlichen Anforderungen an die Gebäudehülle sind grundsätzlich hoch – unabhängig davon, welche Bekleidung zum Einsatz kommt. Den bauphysikalischen Teilaspekt dieses Themas referierte Prof. Dr.-Ing. Frank U. Vogdt von der TU Berlin gewohnt kenntnisreich.

Hinzu kommen die Schnittstellen zu anderen Konstruktionsarten und Funktionsteilen wie Attiken, Stürze, Fensterbänke und Fußpunkte. Hier ist ebenfalls ingenieurtechnisches Wissen notwendig – und das wurde auf dem VFT-Seminar vermittelt. Übrigens auch von einem Malermeister. Matthias Kastner referierte aus dieser Sicht seinen Stand der Dinge in Sachen WDVS.

Hineinwachsen in bewährte Strukturen
Die Mischung aus Fachinformation und Netzwerken, die Kombination aus Fachtechnik und Hersteller-Forschung und die Schnittmengen zu angrenzenden Branchen, Gewerken und Experten kennzeichnen das VFT-Seminar seit vielen Jahren. Hier kommen Fachleute miteinander ins Gespräch, die über diese Dialogbereitschaft die beteiligten Branchen weiterentwickeln und vorwärts bringen.

Dazu trägt auch die Abendveranstaltung bei. Hier besteht die Möglichkeit, sich in entspannterem Rahmen zu vernetzten. Dass das gewünscht und angenommen wird, zeigen die steigende Besucherzahlen und das Hineinwachsen des Nachwuchses in diese bewährten Strukturen.

Christian Siemers

Legende:
1 Hugo Philipp, erster Vorsitzender des Verbandes für Fassadentechnik eröffnet das Seminar. 2 Das nennt man „gespannte Aufmerksamkeit“. 3 Carmen Christmann-Kaiser (Verbandsgeschäftsstelle) und Thomas Schack freuen sich über eine gelungene Veranstaltung. 4 Studenten der Fach- und Fachhochschulen Vilshofen und Mosbach anlässlich des Seminars. 5 Steigende Teilnehmerzahlen belegen die Attraktivität des VFT-Seminars.
6 Die Abendveranstaltung bietet Entspannung und Netzwerken gleichermaßen.

 

Quelle: fassadentechnik 6 / 2015 Cubus Medienverlag

Seminarbericht 2015 - fassadentechnik zum Download


Seminarbericht 2016 fassadentechnik 6 / 2016

 

Quelle: fassadentechnik 6 / 2016

 


von Hugo Philipp: Fassadenplanung in Deutschland gestern, heute, morgen Teil 2

Quelle: Fassade 04 / 2016


 von Hugo Philipp: Fassadenplanung in Deutschland gestern, heute, morgen Teil 3

Quelle: Fassade 05 / 2016

 


 Verbändetreffen VFT und UBF am 18. August 2016

 

Quelle: Fassade 05 / 2016


von Hugo Philipp: Fassadenplanung in Deutschland gestern, heute, morgen Teil 1

Quelle: Fassade 03 / 2016


 Seminarbericht 2016 Fassade 6 / 2016

 

Quelle: Fassade 06 / 2016


 Seminarbericht 2017 Fassade 6 / 2017

 

Quelle: Fassade 06 / 2017